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Sicherheitstage am E-Bike 2019

Wien Rathausplatz

Wann:

Besuche uns am 25. & 26.10.2019 zwischen 9:00 & 18:00 Uhr!

 

Wo:

1., Rathausplatz

 

Mit einem eBike-Fahrsimulator werden verschiedene Fahrsituationen nachgestellt, wodurch Bremswege bewusst gemacht und trainiert werden können. Dabei sorgt eine Virtual- Reality- Brille für eine authentische und einzigartige Erfahrung.

Für die Öffnung von Forststraßen für Mountainbiker kann man uns bei unserem Stand mit einer Unterschrift unterstützen.

 

Sicherheitstage am E-Bike 2019

Die Naturfreunde Österreich wollen gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung, KTM und ARBÖ mit den österreichweit veranstalteten Sicherheitstagen dazu beitragen, dass es in Zukunft weniger E-Bike-Unfälle gibt.

 

Höheres Tempo und Ungeübtheit führen zu vielen Unfällen

E-Biken boomt in Österreich. Moderne E-Bikes stehen für Umweltfreundlichkeit und bequemes Radeln. Sie sind leistungsstark, und ihre Reichweite steigt. Zusätzlich vergrößert sich das „Tankstellen“-Netz für E-Bikes, die es für jede Ziel- und Altersgruppe gibt - für Personen, die in der Stadt zur Arbeit oder zum Einkaufen unterwegs sind, für sportliche TourenradlerInnen und für MTB-Freaks, die ihre Erfüllung an (genehmigten) Single-Uphill-Trails finden. Auch anspruchsvolle lange und/oder steile Mountainbike-Strecken sind plötzlich zu schaffen, und ältere sowie nicht so trainierte Personen können nun lange und hügelig verlaufene Routen bewältigen, ohne aus der Puste zu kommen.

 

Somit alles eitel Wonne?

Mitnichten! Den zweifelsohne positiven Aspekten wie Umweltverträglichkeit und Bewegung an der frischen Luft stehen die Unfallzahlen gegenüber. 2016 verunfallten in Österreich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit 3700 E-BikerInnen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Zum Vergleich: 2016 verunglückten 3155 Menschen bei Alkoholunfällen und 3220 bei Unfällen auf einer Autobahn.

 

Mit E-Bikes darf man per Gesetz maximal 25 km/h fahren (ab dieser Geschwindigkeit schaltet sich die Elektromotorunterstützung ab). Diese Geschwindigkeit kann jede(r) - unabhängig vom Alter und von der radsportlichen Erfahrung - ohne große Kraftanstrengung erreichen. Der Anhalteweg bei einer Geschwindigkeit von 10 km/h beträgt rund fünf Meter, bei 25 km/h braucht man bereits 13,75 Meter, bis man steht.

 

Die durchschnittlich höhere Geschwindigkeit, das größere Gewicht der E-Bikes und der damit verbundene längere Anhalteweg sowie die veränderte Kurvendynamik sind die Hauptursachen für Unfälle mit E-Bikes.

 

Laut Daten des BMI verunglückten im vergangenen Jahr 40 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich, davon waren 17 mit einem E-Bike unterwegs – das ist ein neuer Höchstwert. Zwei Drittel der tödlichen E-Bikeunfälle ereigneten sich ohne Fremdverschulden. Drei Viertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren. Das bedeutet, dass vor allem ältere Menschen das Angebot eines Fahrsicherheitstraining unbedingt annehmen sollten.

 

Das Schadensausmaß (getötete Radfahrer) seit 2011 in Zahlen (mit zu erwartend steigender Tendenz):

 

Jahr

Radfahrer gesamt

E-Biker

In %

2018

40

17

42,5

2017

32

7

21,9

2016

48

16

33,3

2015

39

3

7,7

2014

45

4

8,9

2013

51

6

11,6

2012

52

5

9,6

2011

42

2

4,8

Quelle OEAMTC

 

 

Die Naturfreunde Österreich erkannten 2018 den dringenden Handlungsbedarf und starteten gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung, KTM und ARBÖ eine Sicherheitsaktion für E-BikerInnen, die auch heuer fortgesetzt wird: Die E-Bike-Sicherheitstage 2019 werden in allen Bundesländern veranstaltet und sollen das Bewusstsein im Umgang mit E-Bikes entwickeln.

Vor allem Einsteigerinnen und Einsteigern ist die Teilnahme an einem „Sicherheitstag am E-Bike“ zu empfehlen, an dem Naturfreunde-Instruktorinnen und -Instruktoren zeigen, wie man mit E-Bikes am besten zurechtkommt. Mehr Kompetenz in Sachen E-Bike-Handling soll das Sturzrisiko minimieren und zur Verringerung der Unfallzahlen beitragen.

 

Ziele dieser Sicherheitsaktion

  • Bewusstsein im Umgang mit dem E-Bike schaffen
  • Verringerung der Unfälle durch Fahrsicherheitstraining mit dem E-Bike
  • Aus- und Fortbildung risikobewusster E-BikerInnen für sicheres Verhalten
  • Zielgruppenorientierte Angebote als Beitrag zur Kompetenzentwicklung am E-Bike

 

Programm der Sicherheitstage

  • Virtuelles (mittels VR-Brille und Bike-Simulator) und reales Erleben der Unterschiede zwischen Fahrten mit einem E-Bike und einem normalen Fahrrad
  • Hindernisparcours zum Testen der Fahreigenschaften eines E-Bikes: Trainiert werden

→  richtiges Bremsen,

→  Kurvenfahren,

→  Gleichgewicht und

→  Reaktionsfähigkeit.

  • Geführte E-Bike-Touren (nicht bei allen Terminen): Geübt wird das richtige Verhalten auf Radwegen, im Straßenverkehr und auf genehmigten Bikestrecken.
  • Kennenlernen und Testen der neuesten E-Bike-Modelle von KTM
  • Detaillierte Informationen von Radsport-Fachleuten

→  Was ist beim Kauf eines E-Bikes zu beachten?

→  Wie stellt man E-Bikes richtig ein?

→  Reparatur-, Ausrüstungs- und Praxistipps

 

Techniktraining VERMEIDET Unfälle

Die durchschnittlich höhere Geschwindigkeit, das größere Gewicht der E-Bikes und der damit verbundene längere Anhalteweg sowie die veränderte Kurvendynamik sind die Hauptursachen für Unfälle mit E-Bikes. Vor allem Einsteigerinnen und Einsteigern ist daher die Teilnahme an einem „Sicherheitstag am E-Bike“ und/oder an einem Techniktraining der Naturfreunde zu empfehlen, an dem eigens geschulte Naturfreunde-Instruktorinnen und
-Instruktoren zeigen, wie man mit E-Bikes am besten zurechtkommt.

 

Wichtig: Fitness und koordinative Fertigkeiten

Körperliche Grundfitness und eine ausgebildete Basis koordinativer Fertigkeiten tragen wesentlich zum sicheren Fahren mit einem E-Bike bei. Durch längere Bewegungspausen wegen Verletzungen oder Bewegungseinschränkungen verkümmern die entsprechenden Rezeptoren (= Sinneszellen) und Muskeln im Körper. Abgesehen davon nehmen die koordinativen Fertigkeiten wie Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit, Geschicklichkeit und Beweglichkeit im Lauf der Zeit ab. Diese Fertigkeiten benötigt man jedoch für sicheres und genussvolles Radfahren. Glücklicherweise vergessen Körper und Geist nicht ganz, was wir in der Kindheit erlernt haben. Bewegungsmuster wurden im Zentralnervensystem in Form von Engrammen abgespeichert. Um diese zu aktivieren, was in jeder Altersperiode möglich und sinnvoll ist, benötigt es allerdings ein sportartspezifisches Training. Am besten absolviert man ein koordinatives Radtechniktraining, in dem man von einer/einem ausgebildeten Trainer(in) nicht nur technische Fertigkeiten wie den Umgang mit dem Rad (richtiges Bremsen und Kurvenfahren sowie alles über Wartung, Akkumanagement und dergleichen) lernt, sondern auch Gleichgewicht, Reaktion und Geschicklichkeit schult.

 

Fahrradhelm tragen!

FahrradfahrerInnen unterliegen, so sie das 12. Lebensjahr vollendet haben, keiner Helmpflicht. Dennoch sollte man während einer Fahrt mit einem E-Bike immer einen Helm tragen. Es gibt bereits spezielle Helme für E-Bike-FahrerInnen.

 

Beim Kauf eines E-Bikes ist einiges zu beachten!

Bevor man sich zum ersten Mal auf ein E-Bike schwingt, sollte man sich mit dem E-Bike und der erforderlichen Fahrtechnik vertraut machen – zum Beispiel an einem der Naturfreunde- Sicherheitstage für E-Bike-FahrerInnen, die  2019 in ganz Österreich stattfinden.

 

Vor der Anschaffung eines Elektrofahrrads sollte man sich fragen, wozu man es verwenden möchte. Für Ausflüge oder Mountainbiketouren, zum Fahren in unwegsamem Gelände oder für den Weg zur Arbeit und zum Einkaufen? Motor und Rahmen müssen nämlich entsprechend ausgelegt sein, nicht jeder Motor ist für lange Steigungen geeignet. Wie bei herkömmlichen Fahrrädern gibt es auch bei E-Bikes die Kategorien Rennrad, Trekkingfahrrad, Mountainbike und Alltagsrad (City Bike).

 

Die meisten Akkus werden zum Aufladen abmontiert und an ein Ladegerät angeschlossen. Als Diebstahlschutz sollte der Akku mit einem Schloss versperrbar sein. Fix montierte Akkus sind nicht so praktisch: Man benötigt einen Stromanschluss direkt beim Abstellplatz, und ein Akkutausch ist schwerer durchzuführen. Die Akkuleistung und -qualität sind ebenso wichtige Kriterien. Je höher der Leistungsumfang des Akkus ist, desto größer ist seine Reichweite. Am besten entscheidet man sich für einen Lithium-Akku. Er ist zwar teurer, lässt sich aber schneller aufladen als andere Akkus und hält ca. 500 bis 1000 Ladezyklen. Darüber hinaus ist er umweltfreundlicher und verträgt auch längere Nutzungspausen.

 

Lithium-Akkus sind auch in der kalten Jahreszeit einsatzfähig, weil ihre Leistung bei niedrigen Temperaturen kaum nachlässt. Beim Kauf sollte man auf die Garantieleistung achten: Die Garantie für die Batterie muss mindestens zwei Jahre betragen.

Das Bedienelement am E-Bike sollte das Wichtigste (z. B. den Ladezustand der Batterie und die Geschwindigkeit) anzeigen. Für qualitätsvolle E-Bikes muss man 1500 Euro und mehr veranschlagen. Von Billigkäufen ist abzuraten, vor allem aus Sicherheitsgründen. Bei kostengünstigen Modellen können beispielsweise die Bremsen für das Gewicht des Bikes zu gering dimensioniert sein, und Ersatzteile sind meist schwer oder gar nicht erhältlich.

Nach dem Erwerb eines E-Bikes sollte man vor der ersten Ausfahrt die Betriebsanleitung genau studieren. Nur wer die Funktionen seines E-Bikes kennt und das Bedienelement routiniert bedienen kann, wird sich auf das Verkehrsgeschehen voll konzentrieren und das neue Fahrgefühl genießen können.

 

10 ARBÖ-Tipps für E-Bike-FahrerInnen

  1. E-Bike-FahrerInnen sollten sich langsam an die höhere Geschwindigkeit gewöhnen.
  2. Fahrtrainings erleichtern den sicheren Einstieg in die E-Bike-Welt.
  3. Fahrradhelm keinesfalls vergessen!
  4. Vor jeder Fahrt die Funktion der Reifen, Schaltung, Lichtanlage und Bremsen überprüfen!
  5. Fahrroutine entwickeln!
  6. Don’t drink and drive! Das gilt auch für E-Bike-FahrerInnen. Es gilt die 0,8 -Promille-Grenze.
  7. Die Fahrgeschwindigkeit den Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen anpassen! Geschwindigkeit auf engen und unübersichtlichen Passagen rechtzeitig reduzieren!
  8. Gut sichtbar unterwegs sein und rückstrahlendes Material auf der Kleidung anbringen!
  9. Verkehrsregeln (Lichtsignale bei Ampeln, Rechtsfahrgebot, Verkehrszeichen, Vorrangregeln, Fahrverbote etc.) beachten! RadfahrerInnen haben dieselben Pflichten wie AutofahrerInnen.
  10. Rücksicht auf andere VerkehrsteilnehmerInnen nehmen!

 

Weitere Informationen:

Mag. Peter Gebetsberger
Sportmanagement Naturfreunde Österreich
peter.gebetsberger@naturfreunde.at
Tel.: +43/664/500 41 28

Rathausplatz Wien

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