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Interview mit Yvonne Rychly

Als neue stellvertretende Vorsitzende verstärkt Yvonne Rychly das Team der Naturfreunde Wien. Sie erzählt, was sie antreibt, welche Themen ihr wichtig sind und wie sie den Verein mitgestalten will.

Yvonne, du bist neue stellvertretende Vorsitzende – was bedeutet diese Rolle für dich persönlich?

Für mich ist diese Rolle eine große Ehre und zugleich eine Verantwortung. Ich sehe sie als Chance, aktiv mitzugestalten, Impulse einzubringen und gemeinsam mit einem engagierten Team die Zukunft des Vereins weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist mir dabei, nah an den Menschen zu sein und ihre Anliegen ernst zu nehmen.

 

Welche Themen möchtest du besonders voranbringen?

Es geht mir darum, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und den Verein als offenen, modernen und vielfältigen Ort zu positionieren.

Mir ist wichtig, dass sich möglichst viele Menschen bei uns angesprochen fühlen – egal ob jung oder alt, neu dabei oder schon lange im Verein. Ich möchte daran arbeiten, dass wir offenbleiben, uns weiterentwickeln und gleichzeitig unsere Werte nicht verlieren. Besonders am Herzen liegen mir die Nachwuchsarbeit und neue, niederschwellige Angebote.

 

Dir sind Frauen im Sport besonders wichtig – was möchtest du Frauen, die im Verein/Sport tätig sind, mitgeben?

Ich möchte Frauen ermutigen, sichtbar zu sein, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stimme einzubringen – und genau die sollten wir uns gegenseitig geben. Niemand muss perfekt sein, um Verantwortung zu übernehmen. Es ist wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen und Räume zu schaffen, in denen sich Frauen wohlfühlen und entfalten können. Sportvereine leben von Vielfalt und jede Perspektive ist wertvoll.

 

Was sind aktuell die größten Herausforderungen für den Verein?

Ich glaube, wir stehen – wie viele Vereine – vor der Herausforderung, Menschen langfristig zu begeistern.

Die Lebensrealitäten verändern sich, Zeit ist oft knapp. Umso wichtiger ist es, flexibel zu bleiben und Angebote zu schaffen, die wirklich zu den Menschen passen. Gleichzeitig liegt darin auch eine Chance, neue Wege zu gehen.

 

Wie kann man mehr Menschen für das Ehrenamt begeistern?

Ehrenamt muss sichtbar, wertgeschätzt und flexibel gestaltet sein. Menschen engagieren sich eher, wenn sie Sinn darin sehen, sich einbringen können und dabei auch Freude erleben. Klare Strukturen, gute Begleitung und echte Anerkennung spielen dabei eine große Rolle.

 

Welche Rolle spielt Ehrenamt für die Zukunft der Naturfreunde Wien?

Das Ehrenamt ist das Herzstück unseres Vereins. Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich. Für die Zukunft bedeutet das, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Engagement erleichtern und langfristig ermöglichen.

 

Was macht die Naturfreunde für dich besonders?

Die Naturfreunde verbinden Bewegung, Gemeinschaft und Werte. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam aktiv sind – unabhängig von Alter oder Hintergrund. Diese Offenheit und das Miteinander machen den Verein für mich besonders.

 

Warum ist Sport und Bewegung in der Natur für dich wichtig?

Bewegung in der Natur bringt für mich körperliche und mentale Balance. Sie schafft Ausgleich zum Alltag, stärkt die Gesundheit und verbindet uns gleichzeitig mit unserer Umwelt. Diese Kombination ist für mich unschätzbar wertvoll.

 

Dein persönlicher liebster „Berg frei“-Moment?

Das sind oft einfache Momente: irgendwo oben sitzen, vielleicht nach einem anstrengenden Aufstieg, die Aussicht genießen und wissen – ich hab’s geschafft. 

Und wenn man das dann noch mit anderen teilen kann, ist es perfekt.

 

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